Pfarrer

Historische Berufe

Innenansicht, St. Maria Geburt zu Hennersdorf (Gabel)
St. Maria zu Hennersdorf (Gabel)
Blick vom Turm in Richtung Altar
Auch Antistes Pastöre Pfaffen Pfarrherren.

Die ursprünglich würdevolle Bezeichnung »Pfaffe« (papa = Vater) wurde erst seit Luther verächtlich gebraucht.

Im Gebiet seines Kirchspieles wachte der Seelsorger über die Moral der Gemeindemitglieder. Eine wichtige Aufgabe war die Erfassung aller Geburten, Heiraten und Sterbefälle in den Matriken.

Auch fungierte der Pfarrer als Dienstherr der Hebamme. Bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts oblag ihm die Schulaufsicht. Häufig gründeten Pfarrer Schulen und wirkten als Lehrer. Auf dem Lande war er oft die einzige gebildete Person und betätigte sich auch als Arzt.

Der Cooperator war als ausgebildeter und geweihter Geistlicher dem Ortspfarrer untergordnet, und wurde in Österreich auch als Kaplan bezeichnet.

Ein Administrator visitierte (besuchte und beaufsichtigte) die Pfarren seiner Diözese, oder wurde einer Pfarre zur vorübergehenden Mitbetreuung zugeordnet.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer