Böhmen - Hennersdorf bei Gabel

Entstehung der Dreschgenossenschaft

Wappen Hennersdorf
Wappen Hennersdorf
Lange Zeit wurde das geerntete Getreide eingelagert, und mit dem Dreschen direkt nach der Ernte begonnen. Jedoch mußte für die Kartoffelernte eine Zwangspause eingelegt werden. So keimte die Idee, die Dreschzeit deutlich zu verkürzen.

1909 erfolgte die Anschaffung einer Lokomobile, einer Strohpresse und eines Dreschkastens. Für das Dreschen waren etwa 15 Personen im Einsatz. Der Dampfbetrieb machte den Göpel ebenso entbehrlich wie die Arbeit in der Scheune an frostigen Wintertagen.

1921 wurde ein zweiter Dreschsatz erworben, und beide Garnituren auf Elektroantrieb umgestellt. Der Personalbedarf konnte auf jeweils 4 Arbeitskräfte reduziert werden. Diese Genossenschaft war im Bezirk Gabel einzig in ihrer Art, und Beispiel gebend für Böhmen.

Wenige Wochen nach dem Ende des Krieges wurden die Mitglieder durch eine »Nationale Verwaltungskommission« (Narodni Vybor - cislo 874 - 1945, Dubnice) entschädigungslos enteignet.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer