ČSR - Hennersdorf bei Gabel

Elektroenergieversorgung

Da die Regierung in Prag nur einen Bruchteil zur Finanzierung beitragen konnte, leuchtete elektrisches Licht in der Anfangszeit nur in der Umgebung der Kraftwerke. Für die Interessenten auf dem Lande ergaben sich beachtliche finanzielle und organisatorische Schwierigkeiten. Der Wildwuchs beim Bau summierte sich auf 24 Millionen Kronen Schulden. Davon entfiel der Anteil von etwa 200.000 Kronen auf die Hennersdorfer Einwohner. Bei einem Jahresverbrauch des Ortes von 13.000 kWh ergab sich ein Strompreis von 7 Kronen je Kilowattstunde.

Die Belieferung erfolgte durch das Bodenbacher Elektrizitätswerk, und brachte ab 1921 den Dorfbewohnern einen lange ersehnten Fortschritt. Unser Kurzfilm zeigt Freileitungen jener Zeit, und vermittelt einen Eindruck vom Betrieb elektrischer Motoren als Antrieb für Dreschsatz, Rübenschneider oder Jauchepumpe. Wir erleben den Einsatz als Wurstschneider in einer Fleischerei. Am Ende ist ein kurzer Blick auf eine Bandsäge möglich.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer